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Presse, Frieden - 20.05.06

Erklärung der Gustav Heinemann-Initiative zum Irankonflikt

Beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 19./20.Mai 2006 in Berlin.

Die Gustav Heinemann-Initiative fordert die Bundesregierung auf

  • weder direkt noch indirekt an einer militärischen Aktion gegen den Iran mitzuwirken
  • allen Maßnahmen entgegenzutreten, die eine Drohkulisse aufbauen und damit zur Eskalation des Konflikt statt zum Abbau der Spannungen führen.

Die Gustav Heinemann-Initiative unterstützt die Kampagne "Krieg ist keine Lösung" aus der Friedensbewegung. Wir sehen die Gefahr, dass noch einmal wie im Falle des Irak eine Kette von Selbsttäuschungen und Irreführungen zu einem Krieg führt, der Zigtausende von Menschenleben kostet, ein Land ins Unglück stürzt und eine Region in Aufruhr bringt. Jede weitere Atommacht erhöht die Gefahr für die Menschheit. Die Forderung an den Iran, auf Atomwaffen zu verzichten, hat nur in dem Maße Überzeugungskraft, wie sich die Besitzer von Atomwaffen bereit erklären, auf den Einsatz dieser Waffen zu verzichten und endlich daran zu gehen, nuklear abzurüsten. Sie ist zudem unglaubwürdig, wenn anderen Staaten der Besitz von Atomwaffen zugebilligt wird. Die Gustav Heinemann-Initiative unterstützt die Vorschläge, eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten nach dem Vorbild der früheren KSZE einzuberufen.

V.i.S.d.P.: Werner Koep-Kerstin


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