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Aufmacher, Presse - 14.06.09

Verschmelzung von Gustav Heinemann-Initiative und Humanistischer Union

Die beiden Bürgerrechtsorganisationen haben auf getrennten Versammlungen in Rastatt bzw. Frankfurt mit großer Mehrheit entschieden, sich künftig in einer Organisation zu verschmelzen. Bis zur Entscheidung über einen neuen Vereinsnamen firmieren beide unter dem Namen "Humanistische Union, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative".

Seit dem 13. Juni 2009 sind die beiden Bürgerrechtsorganisationen Humanistische Union und Gustav Heinemann-Initiative organisatorisch vereint. Durch Beschluß der Delegiertenkonferenz der Humanistischen Union in Frankfurt a. M. und durch Beschluß der Mitgliederversammlung der GHI, die zeitgleich in Rastatt tagte, wurde jeweils mit großer Mehrheit  der Verschmelzung beider Organisationen zugestimmt. Für die Vereinigung stimmten 38 Delegierte der Humanistischen Union bei drei Gegenstimmen, bei der Gustav Heinemann-Initiaive sprachen sich 26 Mitglieder bei einer Enthaltung für eine Verschmelzung aus.

Die rund 300 Mitglieder der Gustav Heinemann-Initiative sind damit voll gleichberechtigte Mitglieder der Humanistischen Union mit ca. 1.300 Mitgliedern, die in einer Urabstimmung im Herbst 2009 über einen neuen Namen entscheiden lässt. Bis dahin wird dem Namen   „Humanistische Union“ die Unterzeile zugefügt: „Vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative“. Nach der Urabstimmung über einen neuen Namen soll es unter dem Dachnamen heißen: „Hervorgegangen aus der Humanistischen Union und der Gustav Heinemann-Initiative“.

Im Auftrag ihrer Mitgliedschaften hatten die Vorstände beider Organisationen in den letzten Monaten einen Verschmelzungsvertrag ausgearbeitet, der die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit regelt.  Die beiden bisherigen GHI-Vorstandsmitglieder Jutta Roitsch-Wittkowsky und Werner Koep-Kerstin werden in den nächsten beiden Jahren dem Vorstand der Humanistischen Union angehören. Danach sollen aus den Reihen der ehemaligen GHI-Mitglieder zwei in den Vorstand der Humanistischen Union gewählt werden.

Mit der Vereinigung der beiden Organisationen sollen neue Impulse für die Bürger- und Menschenrechtsarbeit gesetzt werden. Zugleich wird damit die Erwartung verbunden, mit den bürgerrechtlichen Themen und Anliegen stärker als in der Vergangenheit  in der medialen Landschaft durchzudringen.

Für die Gustav Heinemann-Initiative ist der Verschmelzungsbeschluß von Rastatt zugleich Abschied und Neubeginn. Mit einer Tagung zu „60 Jahre Grundgesetz“ im Schloß Rastatt/ Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte (siehe unten) ist diese neue Weichenstellung für die Gustav Heinemann-Initiative an jenem Ort erfolgt, wo sie 1978 gegründet wurde. Der Name Heinemann soll auch zukünftig mit Rastatt verbunden bleiben: So soll es dort auch nach der Vereinigung beider Organisationen im Rahmen von Gustav Heinemann-Foren  Veranstaltungen  zu bürgerrechtlichen Themen geben.

Die vierteljährlichen „Vorgänge – Zeitschrift für Bürgerrechte und Gesellschaftspolitik“ werden weiterhin in publizistischer Unabhängigkeit  vom „Vorgänge e.V.“ herausgegeben, der nunmehr allein von der Humanistischen Union getragen wird. Im Mitgliedsbeitrag der bisherigen GHI-Mitglieder ist der Bezug der Zeitschrift enthalten; die bisherigen HU-Mitglieder können für einen jährlichen Mehrbetrag von € 20,00 die Zeitschrift beziehen.

Die bisherigen Mitglieder der GHI werden zeitnah in einem Rundbrief über die formalen und inhaltlichen Konsequenzen der Verschmelzung informiert sowie über die Möglichkeiten, die sich Ihnen für bürgerrechtliches Engagement in den zahlreichen Regionalgruppen der Humanistischen Union bieten. Wir bitten alle bisherigen Mitglieder der GHI, den Beschluß der Mitgliederversammlung aktiv  zu unterstützen und sich in den Regionalgruppen zu engagieren. Der bisherige Vorstand dankt für das in der Vergangenheit entgegengebrachte Vertrauen und für das über Jahrzehnte gezeigte bürgerrechtliche Engagement.  Durch den HU-Informationsbrief in Online- und Druckfassung werden die Mitglieder auch zukünftig umfassend über die Aktivitäten und Vorhaben des Verbandes informiert. Aktuelle Informationen sind auch auf den Webseiten von HU und GHI zu erhalten; die GHI-Homepage wird zumindest bis Ende des Jahres 2009 weitergepflegt. Ebenso werden E-Mails an die GHI-Adresse weiterhin beantwortet.

Für die GHI im Vorstand der Humanistischen Union
Jutta Roitsch-Wittkowsky und
Werner Koep-Kerstin