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Veranstaltungen - 14.10.06

„Bundeswehreinsätze im Ausland und erweiterte Sicherheit – eine überfällige Bilanz“

Herbsttagung der Gustav Heinemann-Initiative (GHI) veranstaltet in Kooperation mit dem Bonn International Conversion Center (BICC) und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

Samstag, 14.Oktober 2006

Bonn, Gustav Heinemann Haus, Waldenburger Ring 44

 

Die Debatte um „Sicherheit“ wird gegenwärtig von der Diskussion über die Schnittstellen von zivilen und militärischen Einsätzen in der Perspektive der Stärkung von Demokratie und Menschenrechten
beherrscht. Ergeben hat sich die Debatte aus zahlreichen mandatierten oder unmandatierten militärischen Einsätzen innerhalb oder ausserhalb der UN oder der EU. Grundsätzlich konkurrieren ein
„verteidigender“ Sicherheitsbegriff (NATO, verteidigungspolitische Richtlinien des BMVg) und das Konzept der „menschlichen Sicherheit“, das den Schutz von Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Die Debatte verläuft insbesondere kontrovers zur Frage, welche friedenspolitische Bedeutung und Auswirkungen die Militäreinsätze in den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit, der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe haben. Konkret zur Diskussion stehen außer den unterschiedlichen Konzeptionen, nach denen zivile und militärische Einsätze geführt werden (strikt getrennt oder ganz oder teilweise integriert) auch Fragen der Finanzierung und der
Finanzierungsinstrumente, der Qualifikation und Kompetenzen der Akteure sowie der Evaluierung.

Die Tagung spitzt das Konkurrenzverhältnis zwischen zivilen und militärischen Einsätzen auf die Frage des Nutzens von militärischen Einsätzen für die Entwicklungszusammenarbeit, die humanitäre
Hilfe und die Katastrophenhilfe zu, weil diese im Vergleich zu nichtmilitärischen Einsätzen fachöffentlich bisher nur unzureichend beantwortet worden ist.

Das Programm der Tagung am Samstag, 14.10.2006, sieht wie folgt aus:

10.00 – 10.15 Uhr Begrüssung und Einführung durch Werner Koep-Kerstin (GHI)

10.15 – 11.30 Uhr Das zivil-militärische Spannungsfeld im Licht der Debatte um „Sicherheit“. Referat von Andreas Heinemann-Grüder (BICC) mit Diskussion

11.30 – 12.30 Uhr Zum Nutzen des Einsatzes der Bundeswehr an den Beispielen Kosovo, Bosnien und Afghanistan. Referat von Bernhard G.Voget (Universität Göttingen) mit Diskussion
Moderation am Vormittag: Gerd Pflaumer (GHI)

12.30 – 14.00 Uhr Mittagspause

14.00 – 15.30 Uhr Podiumsdiskussion zur Vertiefung der Vormittagsthemen mit

Andreas Heinemann-Grüder, Bernhard G. Voget, Bernd Leber
(entwicklungspolitischer Gutachter), Wolfgang Heinrich
(Evangelischer Entwicklungsdienst), OTL i.G. Norbert Falkowski
(FüS V3, Einsatzführung der Bundeswehr), Ute Finckh-Krämer (GHI)
Moderation: Ulrich Frey, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

15.30 – 15.45 Uhr Kaffeepause

15.45 – 17.00 Uhr Schlussgespräch „Künftige friedenspolitisch mögliche Wege“,
eingeführt und moderiert von Ulrich Frey

 

Tagungsbeitrag einschl. Mittagessen, Nachmittagskaffee und Tagungsgetränken: 25.- Euro